Impressionen von unseren ersten Musicalproben…


Musikalische Arbeit mit einer 5. Klasse des Humboldt-Gymnasiums Trier…

Unser Musical nimmt Fahrt auf. Nachdem wir dem Publikum bei unserem Schulfest ein paar Kostproben liefern konnten und diese auch sehr gut ankamen, werden wir unser Musical „Schach 2.0“ tatsächlich in einem eigenen Musical-Abend Ende Mai 2026 aufführen können. Die Terminsuche gestaltete sich schwer, da von Seiten der Schulleitung zunächst kein weiterer Abend für so ein Projekt freigegeben wurde. Ich lud also für eine weitere Diskussionsrunde mit der Schulleitung alle meine Musikkolleginnen ein sowie die gesamte Fachschaft der bildenden Kunst. Das Ziel war die Projektarbeit in den Vordergrund zustellen und den Wert einer solchen künstlerischen Arbeit für die Schülerinnen und Schüler herauszustreichen. Schließlich gelang es uns und Ende Mai 2026 findet der Abend statt.
Solch ein Musicalprojekt kann nur gelingen, wenn die betreffende Klasse, mit der man das Musical einstudiert, zu 100% dahinter steht. Und hier tauchen die ersten Fragezeichen auf. Undzwar nicht bei den 100% an sich, sondern: Trägt Schülerin oder Schüler x das Projekt trotzdem mit, auch wenn er oder sie nicht die Solopartie bekommt? Gerade ist die Rollenverteilung abgeschlossen und ich bemerke, dass es eventuell zu früh war, die Rollen zu diesem Zeitpunkt personell festzulegen. Die Gefahr besteht, dass die Schülerinnen – hier sind es tatsächlich nur weibliche Sängerinnen, die im Überschuss vorhanden sind – sich „hängen“ lassen und das Musical quasi an sich vorbeirauschen lassen. Also ein Tipp an alle Musical ambitionierten: Die Rollen möglichst spät festlegen damit im Unterricht und in den Proben noch genug Lust und Energie zu spüren ist. Es ist glaube ich von einem 11 jährigen Kind übermenschlich zu erwarten, dass es sich noch genauso in die Probenarbeit reinhängt, obwohl es weiß, dass es für eine Solorolle nicht gereicht hat.
Wichtig ist noch zu erwähnen, dass ich bei diesem Projekt Probenarbeit und Unterricht nicht mehr voneinander trenne. Der Musikunterricht besteht jetzt praktisch aus dieser Probenarbeit und dieses Projektorientierte Arbeiten wird auch bewertet und benotet. Das birgt natürlich erneut das Risiko, dass schlechtere Teilnoten z.B. bei der szenischen Umsetzung zu mangelnder Probenenergie führt. Das sind die Hürden einer Projektarbeit an einer allgemeinbildenden Schule, wenn das Musical nicht als zusätzliches Angebot am Nachmittag angeboten wird sondern als Kernarbeit am Vormittag. Wichtig ist hier, dass Eltern darüber informiert werden und natürlich auch die Schulleitung.
Ich bin gespannt wie die Probenarbeit jetzt weitergeht, nachdem also die Rollen endgültig eingeteilt wurden.
Start für das KuBiS-Projekt: Malen nach Musik – generationenübergreifend
10. September 2025

Die Idee zu diesem Projekt kam auf, nachdem ich von Britta Deutsch, unserer Ansprechpartnerin für die Durchführung des Projektes, sanft daran erinnert wurde, dass u.a. der Sinn dieses Projektes darin liegt, die eigene Perspektive, die persönliche Rolle zu wechseln. Nicht das Tagesgeschäft als ein Projekt zu erheben, sondern ein Handlungsfeld und somit eine neue professionelle Rolle einzunehmen, ist jetzt gefordert. Nachdem ich im Sommer viel Zeit damit verbracht hatte, ein neues Musical auszusuchen und die Rollen mit den Schülerinnen und Schülern zusammen einzuteilen, war ich nach unserem ersten Meeting mit Britta zugegebenermaßen etwas frustriert. Ich dachte mir ins Geheim: Nie kann man in diesem Studiengang „Kulturelle Bildung an Schulen“ seine Stärken präsentieren. Als sich das erste Treffen mit Britta Deutsch dann gesetzt hatte und ich auch noch mit Christian Kammler über das Projekt gesprochen hatte, kam mir noch einmal der Begriff „Kooperativität“ in den Sinn und ich begann Wege zu suchen, die mich von meiner gewohnten „Komfortzone“ hinaus auf neues Terrain führten.
Die Idee nach einem musikalischen Impuls zu malen hatte ich seit langem in mir und flammte im Modul 2 im Schloss Marburg durch die verschiedenen Dozent*Innen wieder auf. Es muss ein offener musikalischer Impuls/Zugang gelegt werden, der für die Malenden eine neue Hörerfahrung darstellt. Also musste für mein Projekt zunächst ein Netzwerk geschaffen werden, das aus verschiedenen Personengruppen besteht: Personen, die für die Idee „Malen nach Musik – generationenübergreifend“ brennen, Personen, die Zugang zu einer Grundschule und zu einem Seniorenheim haben, ein Moderationsteam, das die Eckpfeiler und den Rahmen für das Malen absteckt und nicht zuletzt ein Musikteam, bestehend aus Schülerinnen und Schülern, die für den musikalischen Impuls sorgen. Diese Personen im Rahmen des schulischen Altags zu finden und zusammenzuführen war nun meinen neue Aufgabe.
Das Moderationsteamschließlich besteht aus 3 Schülerinnen eines Kunst-LK der Jahrgangsstufe 12, die schon Erfahrungen gesammelt hatten jüngere Jahrgänge für das Malen zu begeistern. Allerdings waren diese Schülerinnen diesbezüglich noch nie in einer Grundschule und auch noch nicht in einem Seniorenheim. Sie sind aber von der Idee begeistert und sind genauso wie ich gepannt darauf zu erleben, wie unterschiedlich die Bilder je nach Generation werden, obwohl doch der musikalische Impuls identisch ist. Gefunden haben sich die Schülerinnen übrigens mit Hilfe eines begeisterten Kunstkollegen am Humboldt-Gymnasium, Herrn Ecarnot. Der musikalische Input wird geliefert durch einen Schlagzeuger der Jahrgangsstufe 10, einer Geigerin in Stufe 11 und einem Keyboarder der Stufe 12. Musikalisch lautete der Auftrag Klangebenen bzw. Klangflächen zu komponieren, die möglichst reproduzierbar sind, sodass der Impuls vergleichbar wird. Gleichzeit war darauf zu achten, dass es für die Ohren der Grundschüler sowie der Seniorinnen und Senioren nicht als unangenehm empfunden wird. Dies ist gerade noch in Bearbeitung der Schülerinnen und Schüler. Nun ist also das „Setting“ für unser Projekt erkennbar: Zusammengefasst werden wir mit dem Moderationsteam und dem Musikteam zunächst einen Termin in der Grundschule wahrnehmen. Hier ist die reine Maldauer auf 40-45 Minuten angelegt. Die Malergebnisse werden von uns im Anschluss eingesammelt. Danach schließt sich im Prinzip der selbe Termin in einem Seniorenheim bzw. in einer Senioren-Tagesstätte an. Selber musikalischer Impuls, selbe Hilfestellung durch das Moderationsteam. Als dritten Termin wollen wir, wiederum unter Moderation und Anleitung des Kunst-Moderationsteams, die verschiedenen Ergebnisse zusammenfügen und eine Kollage erstellen und gemeinsam betrachten, wie sich die Ergebnisse anfühlen.
Für die Auswahl der Grundschule sowie der Senioren-Tagesstätte gab es wichtige Hinweise und Tipps von Britta Deutsch: Las Grundschule wurde ausgewählt die Matthias-Grundschule mit dem angehängten Kubiq-Atelier mit insgesamt 6-8 Schülerinnen und Schülern. Bei den Seniorinnen und Senioren werden wir in der Trierer Tagespflege „Club aktiv“ vorsprechen. Hier gilt es genau dieselbe Anzahl an Seniorinnen und Senioren zu finden wie die der Grundschülerinnen und -Schülern.


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